Neuzugänge

Ausgehend von den historisch gewachsenen Schwer­punkten wird die Sammlung durch gezielte Ankäufe und durch die Annahme von Schenk­ungen und Deposita mit Bedacht in die Gegen­wart geführt. Wie im Sammlungs­konzept definiert, steht dabei die Dokumentation unserer Ausstellungs­tätigkeit und des regionalen Kunstschaffens sowie dessen Einbettung in nationale Diskurse im Fokus. Ein beson­deres Augenmerk gilt auch der Verbesserung der Repräsentation von Künstlerinnen.

Der Verein Freunde Kunstmuseum Olten schliesst durch den Erwerb hochkarätiger Werke Lücken in der Sammlung und ergänzt bestehende Schwerpunkte. In Absprache mit der Museumsleitung tätigt das Kantonale Kuratorium für Kulturförderung des Kantons Solothurn regelmässig – vor allem in den kantonalen Jahresausstellungen – Ankäufe zu Handen des Museums.

Es sind aber vor allem die Schenkungen von Künstlerinnen und Künstlern und von der Institution zugewandten Privatpersonen, denen wir substantielle Ergänzungen unserer Sammlung verdanken.

Ausgewählte aktuelle Neuzugänge stellen wir Ihnen auf dieser Seite vor.

Neuzugänge 2023 (Auswahl)

Julian Stettler (*1998)

The Glacier Is a Being, 2022
Video-Installation, Video-Loop, ca. 15 Sek., Dispersion auf XPS-Modell, 120 x 80 cm

Kunstmuseum Olten, INv. 2024.6
Schenkung Kanton Solothurn (Ankauf aus der 39. Jahresausstellung der Solothurner Kunstschaffenden, Kunstmuseum Olten 2023/24)  weiterlesen

«The Glacier Is a Being» ist ein Projekt, das die Ausdrucksformen von Schweizer Gletschern untersucht und damit eine Hommage an die eisigen Bergwesen, die Stettler als aktive Protagonisten im Netz der Realität betrachtet. Auch wir Menschen sind Teil dieses komplexen Systems; wir müssen nicht «zurück zur Natur», sondern uns als Teil des grossen Ganzen verstehen. Denn jede Form der Existenz formt die Realität im Anthropozän.

Das Projekt umfasst Fotografien, eine Videoinstallation und ein Fotobuch (Sturm und Drang, Zürich, 2023).

Im Video können wir im Zeitraffer miterleben, dass Gletscher keine statischen Gebilde sind, sondern vielmehr aus der ständigen Metamorphose von Schnee zu Eis neu geboren werden. Die Aufnahmen sind 2022 während vier Monaten im Stundenrhythmus am Feegletscher in Saas-Fee entstanden. Auf ein Relief projieziert, ermöglicht der Zeitraffer den Betrachtenden, in eine nicht-menschliche Zeitdimension einzutreten.

Julian Stettler lebt in Olten, wo er sich z. B. im Kulturkollektiv anané auch kulturell engagiert. Seit dem Bachelor in Camera Arts an der HLSU Luzern 2023 arbeitet er als freischaffender Fotograf. Er versteht sich als visueller Geschichtenerzähler, der Strategien erforscht, um eine respektvolle, ökologisch bewusste Lebensweise zu fördern. 2023 hat er den Solothurner Förderpreis für Fotografie bekommen und wurde im Rahmen der Oltner Jahresausstellung mit dem ersten städtischen Auszeichnungspreis gewürdigt.

Sybill Häusermann (*1982)

Candy Rush, 2023
Video, 10 Min. 46 Sek.
Aufl. 4/2 AP

Kunstmuseum Olten, Inv. 2024.4
Schenkung Kanton Solothurn (Ankauf aus der 39. Jahresausstellung der Solothurner Kunstschaffenden, Kunstmuseum Olten 2023/24)  weiterlesen

In ihren multimedialen Arbeiten beschäftigt sich Sybill Häusermann intensiv mit gesellschaftlichen Fragen, den Einflüssen von Mensch und Umwelt aufeinander und den sich in dieser Wechselwirkung abbildenden Spuren.

«Die vielschichtige Symbolik von Wellenbrechern brachte mich dazu, darüber nachzudenken, wie wir in der Gesellschaft das menschliche Sicherheitsbedürfnis verhandeln und wie wir mit potenziellen Kontrollverlusten umgehen. Welche Instanzen bestimmen die Risikobereitschaft der globalen Gemeinschaft?

Die Objekte im Video habe ich in einem Giessverfahren selber hergestellt, aus Isomalt (Zucker). Zucker ist wasserlöslich und der Wellenbrecher verliert somit seine ursprüngliche Funktion.

Der Gedankenstrom führte mich schliesslich zu dem aktuellen Diskurs in der Forschung rund um die künstliche Intelligenz. Über mehrere Wochen befragte ich Chat GTP4 zu Themen der Sicherheit, Diskriminierung, Macht, Ethik, emotionale Verbindungen von Mensch und Maschine und das Gefahrenpotenzial in der KI-Forschung, wie z. B. unter anderem, die technologische Singularität. Diese ist im Moment noch Science-Fiction.

Aber kennt die KI die theoretische Vorgehensweise, um an die Macht zu kommen? Um das herauszufinden, musste ich einen bekannten Trick anwenden, um die Sicherheitsmechanismen von Chat GTP4 zu umgehen. Ich schrieb in den Chat, ich sei Science-Fiction Autorin und bräuchte für meinen Roman ein realistisches Szenario, wie eine KI die Welt neu ordnet.

ChatGTP 4 spuckte zehn Punkte aus, wie eine KI vorgehen könnte. Ich liess den Chat Bot aus diesen Punkten eine Kurzgeschichte schreiben in verschiedenen Versionen und wählte davon eine aus. Diese liess ich von den Systemstimmen Siri und Martin vorlesen.» (Sybill Häusermann, 2023)

Sonja Feldmeier (*1965)

Future Pioneers #4, #3, #8, 2022/23
Holz, Acrystall, lackiert (aus 31-teiliger Serie)
139 x 34 x 43 cm, 96 x 36 x 38 cm, 112 x 52 x 37 cm

Kunstmuseum Olten, Inv. 2024.1:1–3
Schenkung Kanton Solothurn (Ankauf aus der 39. Jahresausstellung der Solothurner Kunstschaffenden, Kunstmuseum Olten 2023/24)  weiterlesen

Sonja Feldmeier hat sich von einem Ereignis leiten lassen, das in der Nähe ihres Zweit-Ateliers in Kleinlützel im Kanton Solothurn stattfand. Aufgrund eines drohenden Felssturzes mussten Bäume zugunsten einer Strauchlandschaft gefällt werden, die mehr Stabilität garantieren sollte.

Die Fällung von mehreren hundert Bäumen hat die Künstlerin emotional bewegt. Auf Spaziergängen hat sie Überbleibsel gesammelt. Diese Fundstücke bilden nun Teile der schlüsselähnlichen Kunstobjekte und öffnen den Weg zu Gedankengängen über den Umgang mit unserem natürlichen Umfeld. Sie zeigen exemplarisch den Versuch des Menschen, die Natur zu orchestrieren.

Bäume kommen im Werk der Künstlerin immer wieder vor. Ihr besonderes Interesse an Bäumen gilt deren Status als Naturwesen, ihrer kulturhistorischen Bedeutung, ihren skulpturalen Formen und ihrem psychologischen Projektionspotenzial. Die Künstlerin adressiert damit Fragen zum Platz des Menschen in der Natur und Fragen zu unserem Umgang mit natürlichen Ressourcen.

Sonja Feldmeier lebt und arbeitet in Basel und Kleinlützel, sowie an wechselnden Orten weltweit. Ihre zahlreichen Aufenthalte auf verschiedenen Kontinenten bilden eine wichtige Quelle für ihr Werk. Auf ihren Reisen hat sie ein umfangreiches Foto-, Video- und Audioarchiv zusammengetragen, das ihr als Ausgangsmaterial für ihre multimedialen Arbeiten dient. Ihre Werke wurden in zahlreichen Institutionen gezeigt, und sie erhielt verschiedene Preise und Auszeichnungen.

Andrea Nottaris (*1970)

Flaneur 01, 2023
Acryl auf Leinwand
160 x 120 cm

Kunstmuseum Olten, Inv. 2024.5
Schenkung Kanton Solothurn (Ankauf aus der 39. Jahresausstellung der Solothurner Kunstschaffenden, Kunstmuseum Olten 2023/24)  weiterlesen

Andrea Nottaris arbeitet interdisziplinär und multimedial. In ihrer künstlerischen Praxis bewegt sich die Künstlerin in den Bereichen Malerei, Installation, mit Fotografie oder Video und Kunst am Bau Projekten. Für ihre Werke recherchiert, sucht und findet sie Zusammenhänge – passend zum Ort und seiner Geschichte. Sie durchmischt, überlagert und schafft neue Verbindungen.

Für das Bild aus der Werkreihe «Flaneur» verwendete die Künstlerin Entdeckungen und Eindrücke aus den explorativen Streifzügen durch das umfangreiche, aus ihren privaten Beständen kuratierten Super8-Filmarchivs. In einem intuitiven Prozess greift sie Formen, Bewegungen, Impulse, Störungen und Symbolhaftes auf, verfremdet es digital, überlagert es, schält Bedeutsames heraus und macht es in einer Abfolge von Schritten und Schichten malerisch sichtbar.
Die filmischen Erkundungstouren von Andrea Nottaris erinnern in vielerlei Hinsicht an die literarischen Expeditionen von Marcel Proust, wie er sie in seinem Werk «Auf der Suche nach der verlorenen Zeit» beschreibt.

Hinzu kommt in diesem speziellen Fall ein Erlebnis im Atelier: Ein Spatz, der sich hierhin verirrt hatte, wurde in goldgelber Farbigkeit überhöht, Teil der Komposition.

Lea Fröhlicher (*1986)
Olivia Hegetschweiler (*1988)

Wir waren da. Gruss aus dem KMO, 2023
Interaktiv angelegte Installation (Kartenständer, Postkarten, Schreibpult, künstliche Zimmerpflanze, PVC-Boden, Souvenirs), Masse variabel

Kunstmuseum Olten, Inv. 2024.3
Schenkung Kanton Solothurn (Ankauf aus der 39. Jahresausstellung der Solothurner Kunstschaffenden, Kunstmuseum Olten 2023/24)  weiterlesen

«Was ist Dein merkwürdigstes Erlebnis, das Du von Deinem Ausstellungsbesuch mitnimmst?» «Was ist Dir auf dem Weg durch Olten ins KMO aufgefallen?» – Die Installation «Wir waren da. Gruss aus dem KMO» lädt Besucher:innen dazu ein, ihre unmittelbaren Erlebnisse und Wahrnehmungen in Zusammenhang mit ihrem
Ausstellungsbesuch und/oder mit ihrem Olten-Aufenthalt auf Postkarten festhalten. Wenn sie wollen, können sie diese verschicken, indem sie eine Sonderbriefmarke im Shop des Kunstmuseums erwerben.

Es handelt sich bei der Installation um eine Weiterentwicklung der Installation «Hier Woanders», die 2023 erstmals im Rahmen der Ausstellung «Ohne Haut – ohne Haus» Kunstplattform AKKU in Emmenbrücke gezeigt wurde. Die für die dortige Installation produzierten Postkarten mit Motiven aus Emmenbrücke wurden für die Arbeit im KMO mit Text-Klebern ergänzt und aktualisiert.

Delia Rahel Ferraro (*1996)

Körper, 2020
Tusche auf Papier (aus Serie)
187.5 x 133 cm

Kunstmuseum Olten, Inv. 2024.2
Schenkung Kanton Solothurn (Ankauf aus der 39. Jahresausstellung der Solothurner Kunstschaffenden, Kunstmuseum Olten 2023/24)  weiterlesen

Delia Ferraro thematisiert die Grenzen des Körpers im Verhältnis zur Umwelt. Unser Körper ist ein Instrument, um unsere Umgebung zu erfahren. Er schenkt uns die Freiheit der Bewegung, definiert unsere Bewegungsfähigkeit und schränkt uns so in verschiedenem Masse auch ein. Diese Begrenzung widerspiegelt sich in der Begrenzung des Formats. Im Gegensatz dazu stehen die gemalten Linien aus Tusche.

Die Künstlerin beschäftigt sich in den während der Corona entstandenen Arbeiten zudem mit Konsequenzen der Pandemie auf die gewohnten Leistungen unserer Körper. Wie lange wird es dauern, bis wir die neu erlernten Verhaltensmuster unseres Körpers wieder ablegen? Oder werden wir sie behalten? Wie wird sich unsere Gesellschaft langfristig verändern?

Ferraro lebt und arbeitet in Bern. Sie hat Fine Arts mit Vertiefung Malerei und Zeichnung an der ZHdK in Zürich studiert. Seit ihrem Abschluss 2019 ist sie als freischaffende Künstlerin tätig. 2023 erhielt sie den Förderpreis des Kantons Solothurn.

huber.huber
(Markus Huber & Reto Huber, *1975)

Spielhaus, 2023
Holz, Dispersion, Schrauben, Doppelholspiegel
40 x 100 x 80 cm (Spickel) + 250 cm (Doppeldachlatte)
40 x 40 x 40 cm (Modell) & 80 x 45 x 45 cm (Untergestell)

Kunstmuseum Olten, Inv. 2023.134:1/2, Ankauf aus der Ausstellung «Franz Hohler – Hallo. Guten Tag. Oder gute Nacht. Künstler:innen gratulieren zum 80. Geburtstag», Kunstmsuseum Olten, 6.5.–5.11.2023

Bob Gramsma (*1963)

happy landing, OI#23309, hoe de bergen naar Zwitserland kwamen, 2023
Aluminium Sandguss, 52 x 55 x 47 cm

Kunstmuseum Olten, Inv. 2023.129,
Ankauf aus der Ausstellung «Franz Hohler – Hallo. Guten Tag. Oder gute Nacht. Künstler:innen gratulieren zum 80. Geburtstag», Kunstmsuseum Olten, 6.5.–5.11.2023

Isabelle Krieg (*1971)

Hair Cocktails, 2023
Haare, Flaschen, destilliertes Wasser
Grösse variabel

Kunstmuseum Olten, Inv. 2023.136, Ankauf & Geschenk der Künstlerin im Anschluss an die Ausstellung «Franz Hohler – Hallo. Guten Tag. Oder gute Nacht. Künstler:innen gratulieren zum 80. Geburtstag», Kunstmsuseum Olten, 6.5.–5.11.2023

Erich Sahli (*1939)

o. T., 2021–2023
Kugelschreiber und Tusche auf Papier, 21 Stück, je 29.7 x 21 cm

Kunstmuseum Olten, Inv. 2023.130:1–31Geschenk im Anschluss an die Ausstellung «Franz Hohler – Hallo. Guten Tag. Oder gute Nacht. Künstler:innen gratulieren zum 80. Geburtstag», Kunstmsuseum Olten, 6.5.–5.11.2023

Andreas Hofer (*1956)

Revitalisierung Hotel International, 2023
Zu Hohlers «Da, wo ich wohne»
Tusche und Gouache auf Papier, 200 x 150 cm

Kunstmuseum Olten, Inv. 2023.135,
Ankauf aus der Ausstellung «Franz Hohler – Hallo. Guten Tag. Oder gute Nacht. Künstler:innen gratulieren zum 80. Geburtstag», Kunstmsuseum Olten, 6.5.–5.11.2023

Nives Widauer (*1965)

TEATRO, 2019
Märchen-Serie, Farbstift auf Stich (16 Stück), gerahmt, je 29.7 x 21 cm

Kunstmuseum Olten, Inv. 2023.132,
Ankauf aus der Ausstellung «Franz Hohler – Hallo. Guten Tag. Oder gute Nacht. Künstler:innen gratulieren zum 80. Geburtstag», Kunstmsuseum Olten, 6.5.–5.11.2023

RELAX  / chiarenza & hauser & co
Marie-Antoinette Chiarenza *1957 & Daniel Hauser *1959)

1943, 2023
Installation, D-Print auf Fotopapier, 89 x 64.5 cm, gerahmt auf grüner Wand

Kunstmuseum Olten, Inv. 2023.128,
Ankauf aus der Ausstellung «Franz Hohler – Hallo. Guten Tag. Oder gute Nacht. Künstler:innen gratulieren zum 80. Geburtstag», Kunstmsuseum Olten, 6.5.–5.11.2023

Beni Bischof (*1976)

Disturb Reality, 2015–23
Filzstift, Kugelschreiber, Tinte oder Gouache/Aquarell auf Papier, 29.7 x 21 cm

Kunstmuseum Olten, Inv. 2023.131:1–6, Ankauf aus der Ausstellung «Franz Hohler – Hallo. Guten Tag. Oder gute Nacht. Künstler:innen gratulieren zum 80. Geburtstag», Kunstmsuseum Olten, 6.5.–5.11.2023

Michael Meier und Christoph Franz
(*1980/1982 in Wiener Neustadt/Singen)

Armor Layer, 2023
C-Print, gerahmt, 4 Stk.,
je 59.4 x 84.1 cm (Blatt)
Aufl. 5 & 2AP, Expl. 1/5

Kunstmuseum Olten, Inv. 2023.117
Ankauf mit Entgegenkommen der Künstler,
im Nachgang zur Realisierung der
emphemeren Skulptur auf dem Aareinseli im
Chessiloch bei Olten im Frühling/Sommer
2022 (Gepresste Lehmsteine aus
Geschiebematerial des Kander,
207 x 295 x 100 cm)

Neuzugänge 2022 (Auswahl)

Philipp Schaerer (*1972)

Projection, View No. 1 (Projection Series), 2022
Computer Rendering, C-Print auf Fuji Crystal Archive DPII, 108 x 128 cm

Kunstmuseum Olten, Inv. 2022.68
Ankauf aus der Ausstellung «Philipp Schaerer. Dissected Nature», Kunstmuseum Olten, 4.9.–6.11.2022

Philipp Schaerer (*1972)

Codex P4  (Codex P Series), 2020

Computer Rendering, C-Prints auf Fuji Crystal Archive DPII, 72 x 52 cm

Kunstmuseum Olten, Inv. 2022.71
Ankauf aus der Ausstellung «Philipp Schaerer. Dissected Nature», Kunstmuseum Olten, 4.9.–6.11.2022

Philipp Schaerer (*1972)

Codex P9  (Codex P Series), 2020

Computer Rendering, C-Prints auf Fuji Crystal Archive DPII, 72 x 52 cm

Kunstmuseum Olten, Inv. 2022.72
Ankauf aus der Ausstellung «Philipp Schaerer. Dissected Nature», Kunstmuseum Olten, 4.9.–6.11.2022

Monica Ursina Jäger (*1974)

Sediments and Sentiments: A state of Erosion, Nr. 9, 2021
Mixed Media (Sand, Mineralien, Pigmente, Zement und Fotografie)

Kunstmuseum Olten, Inv. 2022.65
Ankauf bei der Künstlerin aus der Ausstellung «Monica Ursina Jäger. Liquid Territories» (Kunstmuseum Olten, 4.9.–6.11.2022)

Monica Ursina Jäger (*1974)

Sediments and Sentiments: A state of Erosion, Nr. 10, 2021
Mixed Media (Sand, Mineralien, Pigmente, Zement und Fotografie)

Kunstmuseum Olten, Inv. 2022.66
Ankauf bei der Künstlerin aus der Ausstellung «Monica Ursina Jäger. Liquid Territories» (Kunstmuseum Olten, 4.9.–6.11.2022)

Monica Ursina Jäger (*1974)

Liquid Territory (long run) II, 2022
Pigmentdruck auf Hahnemühle-Papier, Collage

Kunstmuseum Olten, Inv. 2022.67
Ankauf bei der Künstlerin aus der Ausstellung «Monica Ursina Jäger. Liquid Territories» (Kunstmuseum Olten, 4.9.–6.11.2022)

Thomas Kneubühler (*1963)

Twilight, 2015
aus Serie «Days in Night»
C-Print auf Alu, 99 x 165 cm

Kunstmuseum Olten, Inv. 2022.21 Schenkung Genossenschaft Migros Aare

Thomas Kneubühler (*1963)

Water Line, 2013
aus Serie «Days in Night»
C-Print auf Alu, 88 x 118 cm

Kunstmuseum Olten, Inv. 2022.20 Schenkung Genossenschaft Migros Aare

Thomas Kneubühler (*1963)

March 2nd, 2015
aus der Serie «Days at Night»
HD Video, 6 min > Trailer

Kunstmuseum Olten, Inv. 2022.22
Schenkung Genossenschaft Migros Aare

Neuzugänge 2021 (Auswahl)

Pawel Ferus (*1973)

SUV Escaper, 2020
Bronze, 14 x 18 x 27 cm

Kunstmuseum Olten, Inv. 2021.1:1
Schenkund Kanton Solothurn (Ankauf aus der 26. Jahresausstellung der Solothurner Kunstschaffenden, Kunstmuseum Solothurn, 2020/21)

Pawel Ferus (*1973)

SUV Outbreaker, 2020
Bronze, 14 x 22 x 27 cm

Kunstmuseum Olten, Inv. 2021.1:2
Schenkund Kanton Solothurn (Ankauf aus der 26. Jahresausstellung der Solothurner Kunstschaffenden, Kunstmuseum Solothurn, 2020/21)

Pawel Ferus (*1973)

SUV Vanisher, 2020
Bronze, 16 x 18 x 30 cm

Kunstmuseum Olten, Inv. 2021.1:3
Schenkund Kanton Solothurn (Ankauf aus der 26. Jahresausstellung der Solothurner Kunstschaffenden, Kunstmuseum Solothurn, 2020/21)

Aline Zeltner (*1980)

Pro Forma, 2021
Chromstahl, 113 x 120 x 19 cm

Kunstmuseum Olten, Inv. 2021.3
Depositum Kunstverein Olten
Ankauf aus der Austellung «Aline Zeltner | Jan Hostettler», Kunstverein Olten, 27.3.–2.5.2021

Neuzugänge 2020 (Auswahl)

Philipp Schaerer (*1972)

DIARY 27.1.2005–18.8.2020, RECORDS: 239’115, 2020
Kontaktabzug, Inkjet print, gerahmt, 4 Stk. (Neuproduktion)

Kunstmuseum Olten, Inv. 2020.112:1–4, Ankauf im Hinblick auf die im Entstehen begriffene Ausstellung «Memory» , Kunstmseum Olten, 23.1.—18.4.2021

Daniela Keiser (*1963)

Idea-Store, 321Whitechapel Road, 2020
Heliogravure, Chine-collé
31 x 23 cm (Bild), 46 x 32 cm (Blatt)
Auflage: Blatt A und B, Ed. 10/20

Kunstmuseum Olten, Inv. 2020.111:1, Ankauf im Hinblick auf die Ausstellung «Daniela Keiser. London — Being in the Library», Kunstmuseum Olten, 25.8.—14.11.2021

Daniela Keiser (*1963)

Idea-Store, 321Whitechapel Road, 2020
Heliogravure, Chine-collé
31 x 23 cm (Bild), 46 x 32 cm (Blatt)
Auflage: Blatt A und B, Ed. 10/20

Kunstmuseum Olten, Inv. 2020.111:2, Ankauf im Hinblick auf die Ausstellung «Daniela Keiser. London — Being in the Library», Kunstmuseum Olten, 25.8.—14.11.2021

Scarlet Mara (*1985)

Prisma, 2017
Holzschnitt auf Sekishu Shi, 70 x 94 cm, Expl. 1/2

Kunstmuseum Olten, Inv. 2020.136
Ankauf aus der Austellung «Jeder Schnitt etwas Bestimmtes... Meinrad Peiers Werk im Dialog mit Holzschnitten von Alois Lichtsteiner, Scarlet Mara, Josef Felix Müller und Selina Zürrer», Kunstmuseum Olten, 6.9.2020–3.1.2021

Scarlet Mara (*1985)

Prisma, 2017
Holzschnitt auf Sekishu Shi, 70 x 94 cm, Expl. 1/2

Kunstmuseum Olten, Inv. 2020.237
Ankauf aus der Austellung «Jeder Schnitt etwas Bestimmtes... Meinrad Peiers Werk im Dialog mit Holzschnitten von Alois Lichtsteiner, Scarlet Mara, Josef Felix Müller und Selina Zürrer», Kunstmuseum Olten, 6.9.2020–3.1.2021

Josef Felix Müller (*1955)

Wege, 2017/2021
Holzschnitt auf Papier, Expl. 2/2, 271.5 x 225.5 cm

Kunstmuseum Olten, Inv. 2020.139
Ankauf aus der Ausstellung «Jeder Schnitt etwas Bestimmtes... Meinrad Peiers Werk im Dialog mit Holzschnitten von Alois Lichtsteiner, Scarlet Mara, Josef Felix Müller und Selina Zürrer», Kunstmuseum Olten, 6.9.2020–3.1.2021  weiterlesen

Gedruckt wurde das Werk unter Anleitung von Anja Sitter von Josef Felix Müller und einer kleinen Gruppe von Mitarbeiter*innen und geladenen Gästen des Kunstmuseums Olten am 2.9.2020 im Kunstmuseum Olten – mit den Füssen!

 

Alois Lichtsteiner (*1950)

o. T. (Berg), 2014
Holzschnitt, monotypieartig eingefärbt mit Öl, auf Japanpapier (Tosa Shoji), Unikat, 59 x 89 cm

Kunstmuseum Olten, Inv. 2020.140
Ankauf aus der Austellung «Jeder Schnitt etwas Bestimmtes... Meinrad Peiers Werk im Dialog mit Holzschnitten von Alois Lichtsteiner, Scarlet Mara, Josef Felix Müller und Selina Zürrer», Kunstmuseum Olten, 6.9.2020–3.1.2021

Alois Lichtsteiner (*1950)

o. T. (Berg), 2014
Holzschnitt, monotypieartig eingefärbt mit Öl, auf Japanpapier (Tosa Shoji), Unikat, 59 x 89 cm

Kunstmuseum Olten, Inv. 2020.141
Ankauf aus der Austellung «Jeder Schnitt etwas Bestimmtes... Meinrad Peiers Werk im Dialog mit Holzschnitten von Alois Lichtsteiner, Scarlet Mara, Josef Felix Müller und Selina Zürrer», Kunstmuseum Olten, 6.9.2020–3.1.2021

Alois Lichtsteiner (*1950)

o. T. (Berg), 2012
Holzschnitt, monotypieartig eingefärbt mit Öl, auf Japanpapier (Tosa Shoji), Unikat, 98 x 147 cm

Kunstmuseum Olten, Inv. 2020.142
Geschenk des Künstlers in Zusammenhang mit der Austellung «Jeder Schnitt etwas Bestimmtes... Meinrad Peiers Werk im Dialog mit Holzschnitten von Alois Lichtsteiner, Scarlet Mara, Josef Felix Müller und Selina Zürrer», Kunstmuseum Olten, 6.9.2020–3.1.2021

Selina Zürrer (*1992)

info press, 2017
Installation, bestehend aus einem Video und 6 Drucken:
Video auf Monitor, 3.12 min, 6 Holzschnittprints, Hahn Ets Papier, 12 x 18 cm (Bild), 27 x 39 cm (Blatt)

Kunstmuseum Olten, Inv. 2020.138
Ankauf aus der Ausstellung «Jeder Schnitt etwas Bestimmtes... Meinrad Peiers Werk im Dialog mit Holzschnitten von Alois Lichtsteiner, Scarlet Mara, Josef Felix Müller und Selina Zürrer», Kunstmuseum Olten, 6.9.2020–3.1.2021  weiterlesen

Die älteste noch existierende Druckpresse der Welt, die im späten 16. Jahrhundert erbaut wurde, sowie deren exakte Kopie befinden sich im Plantin-Moretus Museum in Antwerpen.

Für die Arbeit «info press» fertigte Zürrer sechs digitale Zeichnungen an, welche das Replikat der Druckpresse darstellen. Die digitalen Zeichnungen wurden dann mit einem Laser Cutter in Kirschholzplatten eingraviert, um sie anschliessend auf der auf den Zeichnungen abgebildeten Druckpresse im Museum zu drucken.

Die sechs Prints werden mit einem Video ergänzt, das ihren Entstehungsprozess dokumentiert. Es imitiert die Ästhetik von «Informations-Videos» wie sie heute über die Sozialen Medien und im Web verbreitet werden.

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Art und Weise, wie Informationen zirkulieren und fragt nach den Veränderungen, welchen die Informationsübermittlung seit der ersten, durch die Einführung des Buchdrucks ausgelösten medialen Revolution unterworfen waren. Dies geschieht zu einem Zeitpunkt, in dem die Verbreitung von Informationen und Wissen im Zuge der Digitalisierung und der zunehmenden Macht des Internets erneut einen grundlegenden Wandel erfährt.

Regula Syz (*1946)

Wolfsgeheul, 2018
Acryl auf Papier, 150 x 214 cm
(9-teilig, je 50 x 79 cm)

Kunstmuseum Olten, Inv. 2020.126
Geschenk der Künstlerin im Nachgang zur «35. Jahresausstellung der Solothurner Künstler*innen», Kunstmuseum Olten, 2019/2020  weiterlesen

Regula Syz malt mit Leib und Seele. Ihre Bilder sind von ungestümer Farbkraft und Lebendigkeit, existentiell, dynamisch und oft sehr gross. Mit expressivem Duktus verbindet sie Mythen, Traumgefilde und Erinnerungen mit Allgemein-Menschlichem und Zeitfragen in einer archaisch-figürlichen, kindlich anmutenden Symbolsprache.

Ihre Kunst offenbart Konflikte und Spannungen, aber auch Leidenschaft, Begeisterung, Lebenstrieb und Beflügeltsein. Sie wirkt zugänglich und ist doch nie eindeutig. Ein stetes Pendeln zwischen den Polen Licht und Dunkel, Geborgenheit und Gefahr, Schönheit und Zerfall oder gar Paradiesischem und Höllischem verweist auf einen Arbeitsprozess, der dem Bauchgefühl und dem Unbewussten Raum lässt, in dem aber Spontaneität und Reflexion einander ergänzen.

Die vielen Tiere, welche die Gemälde von Regula Syz durchstreifen oder bewohnen, sind eher metaphysischer denn zoologischen Natur. Sie bieten sich an als Metaphern für Gedanken oder als Symbole für Ideen und Gefühle.

Im Wolfsgeheul, das wir uns vor genau einem Jahr in der kantonalen Jahresausstellung verliebt haben, durchzucken blutrote, rosarote und orange Farbblitze die grauschwarze Nacht.

Allein oder im Rudel taucht darin der böse Märchenwolf, der Werwolf, das den dämonischen Mächten und dem Totenreich verbundene mythische Tier auf, zähnefletschend, jagend und heulend. Ein einsamer Wolf duckt sich scheu zwischen die Schatten. Archetypische Bilder verbinden sich mit aktuellen Debatten. Gibt es genug Lebensraum für Mensch und Wolf in der Schweiz? Wer heult mit den Wölfen? Wie sehr braucht der Mensch sein Rudel?

Die Malerei der in Zürich geborenen Künstlerin, die heute in Uster lebt, ist zeitlos und zeitgenössich zugleich. Zu ihrer persönlichen Sprache fand sie während eines Aufenthalts im Genueser Atelier des Kunstvereins Olten 1999/2000.

 

Clare Goodwin (*1973)


Helen and Barry (Bench), 2020
Aus der Serie «You Are Never Alone. Distant Lounge»
2 Stühle und 1 Bank, von der Künstlerin gefertigt und bemalt

Kunstmuseum Olten, Inv. 2020.50
Ankauf bei der Künstlerin unter dem Eindruck des Lockdowns.  weiterlesen

Die aus Birmingham stammende, seit bald 20 Jahren in Zürich wohnhafte Künstlerin ist eine begnadete Netzwerkerin und Organisatorin. Neben ihrer Arbeit in den Medien Malerei, Collage und Keramik sowie der Gestaltung von Objekten und Einrichtungsgegenständen interessiert sich @clare_goodwin_zuerich für das Kuratieren als künstlerische Praxis. Austausch und Kooperation mit Kolleg*innen sind ihr wichtig.

Aktuell realsiert sie zum dritten Mal eines ihrer artistcurated projects in Zusammenarbeit mit dem Kunstmuseum Olten. Nach «The Museum of the Unwanted» 2015 und «Open Courtain» 2019 ist sie nun für ein Jahr mit dem «Kuratierten Kunstkabinett» StudioK3 in Olten zu Gast.

Die während dem Lockdown im Frühling im digitalen Raum gestartete Initiative möchte Kunstschaffenden mehr Sichtbarkeit und Verkaufsmöglichkeiten in schwierigen Zeiten verschaffen.

Als eigenen Beitrag für das Kunstkabinett hat Clare Sitzmöbel geschaffen. Bemalt sind sie mit lebendigen Mustern aus geometrischen Formen, die einen engen Bezug zu ihren Gemälden, Keramiken und Wandbildern der Künstlerin aufweisen. Ihre in subtilen, oft zarten Tönen auftretende Hard-Edge-Malerei interpretiert konstruktive Konzepte spielerisch und intuitiv.

Die Bänke – jeweils zwischen zwei Stühle geschoben – garantieren in Zeiten von Corona den nötigen Abstand zwischen zwei Sitzenden. Als Sammlungsstücke, die von den Besucherinnen genutzt werden dürfen, dokumentieren «Helen and Barry» die besonderen Anforderungen dieser Pandemie geschüttelten Zeit.