22.08. — 08.11.2026 | Museum

Sammlung konkret
Dialog mit Maja Rieder

Die Sammlungsausstellung «Sammlung konkret – Dialog mit Maja Rieder» ist als Echoraum zur Hauptausstellung «Aufbruch in die Farbe» konzipiert und erweitert diese um eine zeitgenössische sowie eine sammlungsimmanente Perspektive.

Als Co-Kuratorin und Ausstellende haben wir die in Basel lebende Solothurner Künstlerin Maja Rieder (*1979) eingeladen, die eine pointierte Praxis im Bereich der ungegenständlichen Zeichnung und Malerei verfolgt – sowohl in Schwarzweiss als auch in glühender Farbigkeit.

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Dem kulturellen Klima in der Kleinstadt geschuldet, wurde abstrakte und ungegenständliche Kunst in Olten erst spät gesammelt. Entsprechend sind die Bestände in diesem Bereich eher schmal, sie können jedoch mit hochkarätigen Einzelwerken und überraschenden Trouvaillen aufwarten. Damit spiegeln sich in der
Sammlung gewissermassen die Hürden und Widerstände, welche die Künstler:innen der Hauptausstellung – Ferdinand Gehr, Petra Petitpierre und Rudolf Urech-Seon – zu Lebzeiten angesichts der ihrer Kunst entgegengebrachten Ablehnung zu überwinden hatten. In diesem Sinne nutzen wir die Sammlung, um über Rezeptionsprozesse und aktuelle Zugänge nachzudenken.

Als Co-Kuratorin und Ausstellende haben wir die in Basel lebende Solothurner Künstlerin Maja Rieder (*1979) eingeladen, die eine pointierte Praxis im Bereich der ungegenständlichen Zeichnung und Malerei verfolgt – sowohl in Schwarzweiss als auch in glühender Farbigkeit.

Maja Rieder arbeitet mit Farbe und Papier. Sie folgt dabei meist einer Handlungsanweisung, die sie sich selber gibt. Beim Arbeiten lässt sie dem Prozesshaften viel Raum. So entsteht im Idealfall eine Eigendynamik, in der nebst dem Geplanten auch Unbeabsichtigtes und Zufälliges mit ins Spiel kommt. In der Bildfindung halten sich diese Komponenten die Waage. Sie verwendet ein elementares Formenvokabular, innerhalb dessen der Zeichenform X, die den Bildraum als Diagonale einteilt und vermisst, eine besondere Bedeutung zukommt.

Ihre – teils sehr grossformatigen – Blätter entstehen auf dem Boden. So kann die Ausrichtung des Formats variabel bleiben. Spuren der körperlichen Arbeit weichen die strengen konzeptuellen Vorgaben auf und konterkarieren sie manchmal gar. Durch das Falten der Papiere sowie durch Tropf- und Laufspuren erhalten die Bilder eine räumliche wie zeitliche Dimension.

Für die Ausstellung wird Maja Rieder gemeinsam mit den Kuratorinnen des Museums abstrakte, ungegenständliche und konkrete Werke aus der Sammlung wählen, mit denen sie dann über eigene Arbeiten in einen Dialog tritt. Neben älteren werden auch neue Arbeiten von Maja Rieder zu sehen sein, die explizit für die Ausstellung entstehen.

Künstler*innen

Maja Rieder (*1979)

aufgewachsen in Kestenholz SO, hat nach einer abgeschlossenen Lehre als Goldschmiedin ein Bachelor- und Masterstudium am Institut Kunst an der Fachhochschule Nordwestschweiz in Basel absolviert. Seither stellt sie regelmässig im In- und Ausland aus. Ihr wiederholt ausgezeichnetes Schaffen findet sich in vielen privaten und öffentlichen Sammlungen. Sie wird von der Galerie Wüthrich in Basel vertreten.

Mit Olten und seinem Kulturleben ist Maja Rieder seit langem verbunden:

2014 war sie Gastkünstlerin der Druckwerkstatt Olten und zeigte die dort entstandenen Graphiken in der Pop-Up-Ausstellung «Hochparterre» im Kunstmuseum. 2015 beteiligte sie sich an einer die ganze Stadt umspannende Ausstellung des Kunstvereins, der sie – nach diversen Beteiligungen an Jahres- und Gruppenausstellungen im Kunstmuseum – 2024 für eine Soloschau einlud.

Als Teammitglied des Wärchlade Olten kuratiert sie 2024 im Kunstmuseum die Schatzkamer Sammlung #8 mit. Das aktuelle Projekt knüpft an diese gemeinsamen Erfahrungen an.

Veranstaltungen

18:30 | Museum

FR
21
AUG
Vernissage

Aufbruch in die Farbe * Sammlung konkret

16:00 | Museum

SO
8
NOV
Finissage

Aufbruch in die Farbe * Sammlung konkret